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Geschichte der Region
Chalkidiki wird oft in der griechischen Mythologie erwähnt. Zwei
der wichtigsten Städte in der Antike befanden sich auf Chalkidiki. Die Region
eignete sich hervorragend für den landwirtschaftlichen Anbau und ihr enormer
Reichtum an Erzen führte zur frühen Entwicklung der Erzindustrie. Die Thrakier,
so wurden die Bewohner von den alten Griechen benannt, erlitten über die
Jahrhunderte hinweg mehrere, zerstörende Invasionen und Besetzungen. Nach den
Persischen Kriegen im 5.Jahrhundert v. Chr. wurden die Städte der Thrakier, der
heutigen Bewohner Chalkidikis, Mitglieder im Athener Bund.
Das bewahrte sie aber trotzdem nicht vor weiteren Überfällen und Zerstörungen,
und führte schließlich dazu, daß sie sich zu einem eigenen Bündnis
zusammenschlossen, um sich gegenseitigen Schutz zu gewähren. Sie überlebten zwar
den darauffolgenden Angriff der Spartaner, wurden aber dennoch vom Mazedonischen
Reich erobert und unterworfen.
168 v. Chr. wurden sie von den Römern besetzt. Die neuen Herrscher sorgten für
Frieden, der bis zu der Invasion der Goten und Barbaren im Jahre 366 v. Chr.
anhielt.
Die Römer kamen wieder schnell an die Macht, doch das Land büßte mit
verheerenden Zerstörungen. Es kehrte wieder Frieden ein, bis die Hunen im 6.
Jahrhundert einmarschierten. Man erfährt nur wenig über die darauffolgenden zwei
Jahrhunderte, da nur wenige schriftliche Aufzeichnungen erhalten sind. Erst ab
dem 9. Jahrhundert werden von den Mönchen, die sich auf Athos ansiedelten,
Aufzeichnungen geführt. Sie berichten von Aufruhr, Tod und Zerstörungen, die
viele Jahre anhielten. Unter den strengen Herrschern, Piraten und Eroberern
hatten alle Einheimischen hohe Zollgebühren zu zahlen.
Während des 15. und 1 6. Jahrhunderts, als die Türken Mazedonien besetzten,
flohen viele Griechen nach Chalkidiki, und bedingt durch den Aufschwung der
Erzindustrie erlebte die Region in den folgenden zwei Jahrhunderten eine
friedliche Zeit. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Dörfer auf Chalkidiki zu
drei Genossenschaften vereinigt, die von einem Stellvertreter der türkischen
Regierung verwaltet wurden. Die Bewohner sandten ihre Zollgebühren direkt nach
Konstantinopel.
1821 kam es zu einem Aufstand gegen die, türkischen Truppen, die die Region
beaufsichtigten, als viele Einheimischen sich weigerten, der türkischen Armee
beizutreten. Dies führte zu neuen Unruhen, die während der zwei Balkankriege
anhielten. Der Friede kehrte 1912 wieder ein, als die griechischen
Freiheitskämpfer die Türken von Chalkidiki verjagten und sich wieder mit
Griechenland vereinigten. Man schätzt, daß zwischen 1821 und 1912 über 16000
Menschen aus der Region flüchteten, getötet oder als Sklaven verkauft wurden.
Das neue, befreite Chalkidiki war jetzt unterbevölkert und 1922 wurden in der
Region 29 neue Dörfer gegründet, um Tausenden von Flüchtlingen aus Kleinasien
ein neues zu Hause zu gewähren.
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