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| OLYMPIA ARCHÄOLOGISCHE STATTE |
1. GYMNASION
2. ÖSTLICHE SÄULENHALLE DES GYMNASIONS
3. EINGANG ZUM GYMNASION
4. SÜDLICHE SÄULENHALLE DES GYMNASIONS
5. PALÄSTRA
6. THEOKOLEION (WOHNHAUS DER PRIESTER)
7. HEROON (ALTAR)
8. BYZANTINISCHE KIRCHE (WERKSTATT DES PHEIDIAS)
9. THERMEN (BADEANLAGEN)
10. LEONIDAION (GÄSTEHAUS FÜR EHRENGÄSTE)
11. SÜDTOR DER ALTIS-MAUER
12. SÜDHALLE
13. BOULEUTERION (SITZ DER OLYMPISCHEN RATSVERSAMMLUNG)
14. ECHOHALLE
15. KRYPTE
16. STADION
17. HIPPODROM
18. NÖRDLICHE STÜTZMAUER
19. SOCKEL VON ZEUSSTATUEN
20. SCHATZHÄUSER
21. METROON
22. EXEDRA DES HERODES ATTICUS (TRINKWASSERBRUNNEN)
23. HERATEMPEL (HERAION)
24. PRYTANEION
25. PHILIPPEION
26. PELOPION
27. ZEUSTEMPEL
28. SOCKEL DER NIKESTATUE DES PAIONIOS
29. WESTLICHER HOF
30. NÖRDLICHER HOF |
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Rechts.
Der Heratempel (600 v. Chr.) ist eines der ältesten Zeugnisse monumentalen
Tempelbaus in Griechenland.
Seine Säulen waren ursprünglich aus Holz und wurden erst nach und nach und
zu verschiedenen Zeiten durch Steinsäulen ersetzt, woraus sich die
unterschiedlichen Proportionen der Säulenkapitelle erklären. |
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Unten. Die Werkstatt des Pheidias, in der die
Goldelfenbein-Statue des Zeus
entstanden ist. An derselben Stelle wurde in frühchristlicher Zeit eine
Basilika errichtet.
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In der heiligen Altis (Hain) von Olympia beginnt das Leben in der Morgenröte
der prähistorischen Zeit (2.300-2.100 v. Chr.). Langgestreckte Apsidenhäuser
mit Fundamenten aus Feldstein werden neben Grabhügeln errichtet, von denen
einer - das
Grab des Pelops - als Kultstätte diente. Vom 8. Jh. v. Chr. bis in
spätrömische Zeit entstehen in diesem grünbewachsenen heiligen Hain nach und
nach all die Wettkampfanlagen und Kuitbauten, die Olympia als Ganzes zu
einer der bedeutendsten Stätten der antiken Welt werden liessen. |
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| Obwohl
von der grossen Zahl von Weihgaben und Schatzhäusern, die den Tempelbezirk
zierten, nur einige wenige erhalten sind (das meiste davon heute im
Archäologischen Museum von Olympia) und nur an den grösseren Bauten und
Anlagen wie dem Heratempel, der Palästra und dem Eingang zum Stadion (der
"Krypte") Restaurationsarbeiten vorgenommen wurden, geht doch von diesem Ort
und seinen Monumenten immer noch etwas ungeheuer Beeindruckendes aus. |
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Rekonstruktion der Bauten im Heiligtum von Olympia.
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| Die Aitis ist von einer Umfassungsmauer umgeben, die die eigentliche
Kultstätte von den Wettkampfanlagen trennte.
An beherrschender Stelle erhob sich der mächtige Zeustempel, ein Werk des
Architekten Libon, mit Mitteln aus der Kriegsbeute errichtet, die die Eleer in den Kriegen gegen die Pisaten und Triphylier gemacht hatten. Es ist ein dorischer
Peripteros-Tempel aus Muschelkalkstein, der mit feinem Marmorstuck verputzt war. Bei den Metopen und dem Skulpturenschmuck wurde Marmor
verwendet. Im Inneren des Tempels, im Mittelschiff der Cella, erhob sich die
kolossale Goldelfenbein- Statue des thronenden Zeus von Pheidias, das
berühmteste Bildwerk der Antike und eines der Sieben Weltwunder. |
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| Der Heratempel. Er ist älter als der Zeustempel, im 6. Jh. v. Chr. erbaut,
und wie dieser ein dorischer Peripteros-Tempel. In der Cella fand man bei
Ausgrabungen 1877 die berühmte Hermes-Statue des Praxiteles. |
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| Das Metroon ist ein der Göttermutter (griech.:
meter) geweihter dorischer Peripteros-Tempel aus dem frühen 4. Jh. v. Chr.
Ausser diesen Tempeln befanden sich noch andere, profane Bauten auf dem
Aitis-Gelände: |
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| Das Prytaneion der Eleer, ein gegen Ende des
6. Jh.s v. Chr. errichtetes, immer wieder umgebautes Gebäude, in dessen
Zentrum auf dem Altar der Herdgöttin Hestia ein ewiges Feuer brannte. An den
westlichen Säulenhof grenzten Räume für Würdenträger an. |
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| Das Philippeion war ein meisterhaft gestalteter marmorner Rundbau, mit
ionischen Säulen umstellt, die ein konisches Ziegeldach mit einem grossen
Blüten-Akroter trugen. |
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Teilansicht der
Archäologischen Stätte. Zu erkennen sind (a) das Philippeion, ein Rundbau
aus dem Jahr 338 v. Chr., (b) der Heratempel und im Hintergund (c) die
Palästra.
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Es wurde vom Makedonenkönig
Philipp II. nach seinem Sieg in der Schlacht bei Chaironeia 338 v. Chr.
begonnen und von seinem Sohn Alexander d. Gr. vollendet.
Zu Füssen des Kronoshügels waren die Schatzhäuser aufgestellt, kleine
tempelartige Bauten, in denen die griechischen Städte ihre kostbaren
Weihgeschenke aufbewahrten. Die erhaltenen Reste lassen noch erkennen, dass
sie in dorischem Stil erbaut waren. Östlich davon liegt das berühmte
Stadion, mit einem Fassungsvermögen von zuletzt 45.000 Zuschauern das
grösste seiner Zeit. Die Laufstrecke hatte eine Lange von 192,27 m. Man
betritt das Stadion durch die von den Römern angelegte Krypte, einen über
wölbten Gang mit einem Tor aus hellenistischer Zeit. Südlich vom Stadion lag
das Hippodrom, das jedoch von den Wassern des Alpheios weggeschwemmt worden
ist.
Ausserhalb des Altis-Bezirks lagen weitere grosse Bauten, wie die Palästra
(3. Jh. v. Chr.), ein Übungsplatz für den Ring- und Boxkampf sowie den
Weitsprung. Die nahezu quadratische Anlage, deren Innenhof von Säulen
umstellt war, lag bei den Thermen am Ufer des Kladeos. Das nördlich daran
anschliessende Gymnasion ist ein nicht überdachter grosser Hof für Übungen
im Lauf, in dem bei widriger Witterung auch die Laufwettbewerbe ausgetragen
wurden. Der an allen vier Seiten von Säulenhallen umgebene Hof wurde im 2.
Jh. v. Chr. erbaut, während das monumentale Tor aus korinthischen Säulen
zwischen Gymnasion und Palästra wohl aus dem Ende des 2. Jh. s. v. Chr.
stammt. Reste sind ausserdem erhalten von der Werkstatt des Pheidias, über
der im 5. Jh. eine frühchristliche Basilika errichtet wurde, dem
Theokoleion, Wohnhaus der Priester und im Heiligtum tätigen Personals, dem
Bouleuterion, dem Haus und Festtor des Nero sowie dem Leonidaion, dem an
Ausdehnung grössten Bau im Olympia des 4. Jh.s. v. Chr., das als Gästehaus
diente. |
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